Referenz
Vermögensglossar
Ein Leitfaden in klarer Sprache zur Begriffswelt des privaten Vermögens. Verständliche Definitionen der Anlage-, Family-Office- und Compliance-Begriffe, die prägen, wie bedeutende Vermögen verwaltet werden, geschrieben für Familien und Berater gleichermaßen.
A
- Absicherung
- Ein bestimmtes Risiko durch eine ausgleichende Position verringern.
- Alpha
- Rendite, die über das hinausgeht, was der Markt oder eine Benchmark erklären würde.
- Alternative Investments
- Vermögenswerte jenseits börsennotierter Aktien und Anleihen, etwa Private Markets, Sachwerte und Hedgefonds.
- Anlagehorizont
- Die Zeitspanne, bevor das investierte Kapital benötigt wird.
- Anlagerichtlinie (IPS)
- Das Dokument, das die Ziele, Beschränkungen und Governance eines Portfolios festhält.
B
D
- Diskretionäres Mandat
- Eine Vereinbarung, bei der der Berater die Anlageentscheidungen innerhalb vereinbarter Grenzen trifft.
- Diversifikation
- Kapital über Vermögenswerte zu streuen, die sich nicht gemeinsam bewegen, um das Risiko zu senken.
E
- Effizienzgrenze
- Die Menge der Portfolios, die für jedes Risikoniveau die höchste erwartete Rendite bieten.
- Erwartete Rendite
- Die Rendite, die ein Vermögenswert oder Portfolio im Durchschnitt über die Zeit voraussichtlich erzielt.
- ESG-Investing
- Investieren, das ökologische, soziale und Governance-Faktoren berücksichtigt.
F
- Familien-Governance
- Die Strukturen und Vereinbarungen, mit denen eine Familie über gemeinsames Vermögen entscheidet.
- Family Office
- Eine Organisation, die das Vermögen und die Angelegenheiten einer oder mehrerer vermögender Familien verwaltet.
G
- Geeignetheit
- Die regulatorische Pflicht sicherzustellen, dass die Beratung zur Situation und zu den Zielen des Kunden passt.
H
- Hedgefonds
- Ein gepoolter Fonds, der ein breites Spektrum an Strategien nutzt, um über unterschiedliche Märkte hinweg Renditen zu erzielen.
K
- Kapitalerhalt
- Ein Ziel, das den Schutz des Vermögens über dessen Wachstum stellt.
- Kapitalmarktannahmen
- Zukunftsgerichtete Schätzungen von Rendite, Risiko und Korrelation für jede Anlageklasse.
- Konzentrationsrisiko
- Die Gefahr, die entsteht, wenn zu viel Vermögen in einem einzigen Vermögenswert oder Engagement steckt.
- Korrelation
- Das Ausmaß, in dem sich zwei Vermögenswerte gemeinsam bewegen.
L
- Leverage
- Der Einsatz von Fremdkapital, um das Anlageengagement zu erhöhen.
- Liquidität
- Wie schnell sich ein Vermögenswert in liquide Mittel umwandeln lässt, ohne seinen Preis wesentlich zu bewegen.
M
- Maximaler Drawdown
- Der größte Wertverlust eines Portfolios vom Höchst- zum Tiefststand über einen Zeitraum.
- Moderne Portfoliotheorie
- Der Rahmen, um Portfolios durch Diversifikation im Ausgleich von Risiko und Rendite aufzubauen.
- Monte-Carlo-Simulation
- Eine Technik, die Tausende möglicher Ergebnisse modelliert, um eine Bandbreite an Resultaten zu schätzen.
P
- Private Credit
- Kreditvergabe an Unternehmen außerhalb der öffentlichen Anleihemärkte.
- Private Equity
- Investitionen in Unternehmen, die nicht an einer öffentlichen Börse notiert sind.
- Private Markets
- Anlagen, die nicht an öffentlichen Börsen gehandelt werden, etwa Private Equity und Private Credit.
- Pseudonymisierung
- Identifizierende Daten durch Token ersetzen, sodass eine Person ohne einen separaten Schlüssel nicht identifiziert werden kann.
R
- Rebalancing
- Ein Portfolio durch gezielte Transaktionen wieder an seine Zielallokation heranführen, wenn die Märkte es davon wegtreiben.
- Risikokapazität
- Wie viel Risiko sich eine Familie angesichts ihrer Ziele, Verbindlichkeiten und ihres Anlagehorizonts leisten kann.
- Risikotoleranz
- Wie viel Anlagerisiko eine Familie nach Temperament und Vorliebe zu tragen bereit ist.
S
- Sharpe-Ratio
- Ein Maß für die Rendite, die je Einheit eingegangenen Risikos erzielt wird.
- Strategische Asset-Allokation
- Die langfristige Zielmischung der Anlageklassen, um die ein Portfolio herum aufgebaut wird.
- Stresstest
- Schätzen, wie sich ein Portfolio in ungünstigen Marktszenarien verhalten würde.
T
- Taktische Asset-Allokation
- Bewusste, kurzfristige Abweichungen von der strategischen Allokation, um eine Marktsicht widerzuspiegeln.
- Treuepflicht
- Die rechtliche Verpflichtung, im besten Interesse einer anderen Partei zu handeln.
V
- Vermögensaufteilung
- Wie ein Portfolio auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Alternative Investments verteilt ist.
- Verwahrstelle
- Die Institution, die die Vermögenswerte eines Portfolios sicher verwahrt.
- Volatilität
- Wie stark Renditen um ihren Mittelwert schwanken, ein gängiges Risikomaß.